Was passiert wenn man wichtige Aufgaben vermeidet?
1. Die kurzfristige Erleichterung
In dem Moment, in dem man entscheidet: „Ich schreibe die Bewerbung nicht jetzt, sondern schaue mir erst ein Video an.“, fällt ein enormer Druck von einem ab. Durch die Vermeidung von Stress schüttet das Gehirn Dopamin aus. [1]
2. Das hinterhältige Angstzentrum
Wenn man sich das Video anschaut, ist die Aufgabe im Hintergrund nicht weg. Das Unterbewusststein registriert das als Gefahr und das Angstzentrum (Amygdala) bleibt aktiv. Das Video ist dann nicht mehr so entspannend. [2]
3. Das Anwachsen der Aufgaben
Je länger man eine Aufgabe vermeidet, desto mehr negative Emotionen verknüpft man mit ihr. Die Aufgabe wird in der Vorstellung immer größer, komplexer und bedrohlicher. Aus einer einfachen E-Mail wird ein unbezwingbares Hindernis, was auch als Wand des Schreckens (Wall of Awful) bezeichnet wird. [3]
4. Der Absturz
Wenn der Tag vorbei ist und man nichts erledigt hat, setzen Schuldgefühl und Scham ein. Um sich von diesen schmerzhaften Gefühlen zu befreien, greift man zu noch stärkeren Betäubungsmitteln. Dadurch kann der Schlafrythmus gestört werden, sodass man am nächsten Tag noch weniger Antrieb hat.
Quellen
[1] Steel, P. (2007). The nature of procrastination: A meta-analytic and theoretical review of quintessential self-regulatory failure. (Psychological Bulletin)
[2] Sirois, F., & Pychyl, T. (2013). Procrastination and the Priority of Short-Term Mood Repair: Over more than just „Just Do It“
[3] Wohl, M. J., Pychyl, T. A., & Bennett, S. H. (2010). I forgive myself, now I’ll study: How self-forgiveness for procrastinating can reduce future procrastination.
[4] Tice, D. M., & Baumeister, R. F. (1997). Longitudinal Study of Procrastination, Performance, Stress, and Health: The Costs and Benefits of Dawdling.