Die zentrale Frage „was brauche ich“ kann mit den Bedürfnissen beantwortet werden. Der Klassiker ist dabei die Maslowsche Bedürfnispyramide, in der die Bedürfnisse hierarchisch sortiert werden.
- Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlaf, Bewegung
- Sicherheit und Struktur
- Zugehörigkeit
- Anerkennung und Erfolg (Selbstwirksamkeit)
- Selbstverwirklichung und langfristige Ziele
Die persönliche Zufriedenheit lässt sich erreichen, wenn die Schritte einer nach dem anderen abgegangen werden. Bei schlechtem Schlaf oder Hunger ist es schwierig persönliche Aufgaben zu erledigen oder soziale Kontakte zu pflegen.
Das „externe Gehirn“ ist ein Konzept in dem man die Tagesplanung an ein System abgibt. Das kann z.B. ein Kanban Board sein wo man Aufgaben plant. Lose Gedanken bekommen eine Struktur und die Abarbeitung kann fokussiert werden. Struktur macht sich auch an einem zeitlichen Rahmen fest. Es herrscht Klarheit über den Start und die Beendigung einer Aufgabe, womit Erfolg prognostizierbar bleibt. Die Komplexität der Zeitplanung sollte gering sein. Zu viele Aufgaben können zu Überforderung und Unsicherheit führen. Es braucht die Sicherheit alle Aufgaben bewältigen zu können.
Woran markt man, dass Stufe 2 erfüllt ist?
Die Anzahl an Aufgaben sollte nicht das entscheidende Merkmal sein, sondern eher der innere Zustand. Es ist nicht erreicht, wenn man ständig das Gefühl hat etwas zu vergessen oder ein schlechtes Gefühl hat, wenn man nichts tut. Wenn die Sachen im Plan notiert sind, dann muss man nicht weiter darüber nachdenken und das Hintergrundrauschen verschwindet.
Entscheidungs-Lähmung: Wenn man morgens aufsteht und nicht erst lange überlegen muss, was zu tun ist, ist die Struktur effektiv. Man geht zur ersten Aufgabe und spart sich die Energie Entscheidungen treffen zu müssen.
Emotionsregulation: Man reagiert weniger panisch auf unverhergesehene Dinge. Wenn ein dringedes Problem auftaucht wirft einen das nicht aus der Bahn, wenn man ein System hat und die neue Information einsortieren kann.
Wenn es eine Struktur gibt, sinkt der Drang, wichtige Aufgaben ständig zu vermeiden. Auch die Flucht vor Langeweile und Unklarheit ist dann kein Stressfaktor mehr.
Der Übergang zu Level 3
Sobald man mekrt, dass man den Tag im Griff hat und das System funktioniert, der Schlaf und das Essen ausreichend ist, hat man Kapazitäten frei, sich um die Zugehörigkeit zu kümmern. Ohne Stufe 2 fühlt sich die soziale Interaktion wie eine Bedrohung an.
Für Menschen die Nach Perfektion Streben und Angst vor Kontrollverlust spüren, kann es ein großes Missverständnis in Stufe 2 geben. Wenn man immer den Eindruck hat nicht genug zu tun ist das oft ein Denkfehler. Stufe 2 ist in der Realität niemals fertig. Es ist ein Prozess und kein Ziel.